Sehr geehrter Herr Müller,
 
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Verdauungsstörung durch Flüssigkeitsmangel

 

In den vergangenen Zuchtjahren 2005 + 2006 hatte ich größere Verluste bei der

Jungtieraufzucht die alle an Verdauungsstörung erkrankt waren.

Um diese Verluste zu verhindern wurden entsprechende teure Medikament eingesetzt, jedoch ohne nennenswerten Erfolg.

Am stärksten waren die Jungtierverluste ab dem Zeitpunkt, als diese die Trocken-pellets selbst aufgenommen haben, ab der 4. bis zur 8. Lebenswoche  sind  teilweise bis zu 60% /pro Wurf verendet.

Die Ausfälle konnten bei den späteren Würfen, ab der Grünfütterung reduziert werden, was auf den höheren Wassergehalt zurück zuführen war, wo die Verdauung besser funktionierte als bei der Trockenfütterung.

 

In einer Diskussion mit einem Landwirt wurde ich aufmerksam gemacht, dass meine Trockenfütterung einzustellen ist und auf  Weichfutter umzustellen, da im Trockenfutter die Flüssigkeit fehlt, zur notwendigen Verdauung, trotz ausreichender Gabe von Frischwasser .

In diesem Gespräch gab mir der Landwirt auch eine Empfehlung für eine eigene Weichfuttermischung die von mir als Probe ,ab Januar 2007 bei einer Häsin mit 8 Jungtieren zum Einsatz gekommen ist.

Dieser Wurf wurde ab dem ersten Tag mit dem Weichfutter versorgt, die Milchleistung der Häsin war sehr hoch, die  8 Jungtiere konnten sich prächtig entwickeln und kein einziges Jungtier erkrankte, alle 8 Tiere wurden mit 95.5 bzw. 96,5 Punkte bewertet. 

Parallel wurde zum gleichen Zeitpunkt ein Wurf mit 6 Jungtieren in der herköm-

mlichen Weise ( Pellets, Wasser und Heu ) gefüttert die bei weitem nicht die Kondition hatten, als die Tiere die mit dem Weichfutter versorgt wurden, bei diesem Wurf  sind auch wieder 2 Tiere in der 7. Woche eingegangen. Nach dieser Erkenntnis habe ich die Fütterung ab 2007 sofort umgestellt und alle Tiere waren gesund und ohne Verluste groß geworden.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt werden  sechs Würfe von Januar und Februar 2008  mit dem Weichfutter versorgt und es ist kein einziges Tier an Verdauungsstörung erkrankt. Die Zusammensetzung des Weichfutters  kann ich in diesem Beitrag noch nicht bekannt geben, da die Erprobung auf die 100% Tauglichkeit erst nach der Jungtieraufzucht 2008 abgeschlossen ist.  

 

Mit freundlichen Grüßen

Franz Ableitner
Buchenstraße 21
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Stand: 26.09.2009